Fugenzu/pressung

Fugen im Hochbau

Hier gibt es Bewegungsfugen im Estrich oder in Bauwerken zur Aufnahme von Formänderungen, dabei wird der Estrich vollkommen getrennt. Randfugen trennen den Estrich im Randbereich oder Durchführungen trennen. Bei größeren Estrichflächen, die Bewegungen durch Temperaturunterschiede ausgesetzt sind, werden Scheinfugen als Sollbruchstellen eingefügt.
Bewegungen im Bauwerk, die eine zulässige Gesamtverformung des Dichtstoffes übersteigen, führen zu Fugenabrissen oder zum Fugenriss. Dabei ist es gleich, ob diese durch Gebäudesetzung, durch Fußbodenheizung oder anderes verursacht wurden. In diesem Falle sollte man die Fugenmasse entfernen und eine fachgerechte Bewegungsfuge herstellen. In regelmäßigen Zeitabständen sollte der Dichtstoff überprüft und gegebenenfalls erneuert werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Die maximale Bewegungsaufnahme wird bei guten Dehnfugenmaterialien mit 25% angegeben. Damit kann eine Bewegungsfuge mit einer Breite von 10mm eine maximale Bewegung von 2,5mm aufnehmen.
Pressfugen dienen als senkrechte Arbeitsfuge. Gebäudeteile werden durch Bauwerksfugen abgetrennt, die durch alle tragenden und nichtragenden Elemente hindurchgehen. Estrichelemente können mit durchgängigen Bewegungsfugen versehen werden um zusammen hängende Felder bestimmter Größe zu erreichen.
Zum Brandschutz trägt der Fuger durch Verwendung von schwer entflammbaren Brandschutzsilikonen bei der Fugenfüllung und rauchgasdichter Verfugung in Treppenhäusern bei.

Balkone, Loggien, Wintergärten
Balkone, Terrassen und Loggien sind einer ständigen Bewitterung und hohen Temperaturen ausgesetzt. Fugen müssen ein Höchstmaß an Sicherheit bei Frost-Tau-Wechselbeständigkeit, Wasserdichtheit und hohe Flexibilität gewährleisten.